Ferrari 365 P Berlinetta Speciale (1:18, Tecnomodel Mythos)

  • Ferrari 365 P Berlinetta Speciale (Ab 1966)
  • Tecnomodel Mythos
  • 1:18
  • Standmodell / Unangetrieben
  • Resin / Harz
  • Rot
  • Lokaler Händler (ModellautoShop.ch / Bruno Scherzinger)
  • Keine Angaben
  • Keine Angaben
  • Das Modell ist unverkäuflich
Limitiert auf 200 Stück
 
Modellauto Ferrari 365 P Berlinetta Speciale von Tecnomodel Mythos 1:18 2

Auch dieses wunderschöne Modell italentischen Sportwagenbaus fand seinen Platz mit freundlicher Unterstützung meines werten Freundes Erwin, alias "Oldtimer", in meiner Sammlung.
Nicht nur, dass er mich in den "Museumsladen" von Bruno Scherzinger führte, nein, er war auch maßgeblich an der Preisgestaltung beteiligt. Danke Erwin!!

Ich kann Euch nur sagen, die Fotos spiegeln die Schönheit dieses Modells bei Weitem nicht wieder!

Ferrari 365 P Tre Posti von 1966 - innovatives Mittelmotorcoupé der Superlative

“Gleich beim Eingang des Ausstellungspalais an der Porte de Versailles stösst man auf den Stand von Pininfarina und auf eine der erstaunlichsten Autos dieses Salons: eine Ferrari 365 P Berlinetta mit 4,4-Liter-Mittelmotor, die als Dreisitzer mit Mittellenkung ausgebildet ist. Ein dreiviertel Jahrhundert setzte man den Fahrer auf die linke oder rechte Seite, und man tat es so lange, dass es zur Selbstverständlichkeit wurde. Bis der intelligente Dr.-Ing. Sergio Pininfarina, der natürlich selbst einen Ferrari fährt, auf die Idee kam, es einmal anders zu machen. Seine Lösung mit etwas vorgeschobenem Mittelsitz für den Fahrer hat nach einiger Überlegung alles für sich.
Es erscheint für den, der gelegentlich auch rechtsgelenkte Wagen im kontinentalen Rechtsverkehr fährt, sogar als die logische Lösung schlechthin. Beinahe überflüssig, zu sagen, dass die dreisitzige Berlinetta aerodynamisch und ästhetisch makellos ausgeführt ist. Sie wirkt zierlich und aggressiv wie der von Pininfarina im Vorjahr ausgestellte Ferrari Dino, besitzt aber ein athermisches Glasdach, das die Wärme der Sonnenbestrahlung absorbiert. Wer kauft so ein ausgefallenes Auto, wird man sich fragen. Die Antwort ist leicht: Fiat-Präsident Agnelli hat ihn bereits gekauft.”

So beschreibt die Zeitschrift Auto Motor und Sport den Auftritt des “Ferrari 365 P Berlinetta Speciale Guida Centrale” am Pariser Autosalon im Herbst 1966. Tatsächlich war es wohl unmöglich, den Mittelmotor-Sportwagen beim Eingang zu übersehen. Zu andersartig und faszinierend war er.

Auch die Automobil Revue widmete dem Prototypen einen Abschnitt in der Berichterstattung zum Pariser Autosalon:

“Die beiden grössten diesjährigen Salonattraktionen sind beide in Italien entstanden. Gleich gegenüber der Eingangshalle fällt der Blick des Besuchers auf das in den Karosseriewerken Pininfarina geschaffene Experimentalfahrzeug Ferrari 365 P Berlinetta Speciale. Es handelt sich hier um einen Sonderaufbau mit zentral eingebautem V12-Motor von 4,4 Liter Hubraum. Die hochelegante, aerodynamische Linie mit dem einwärtsgebogenen Heckfenster erinnert etwas an den bereits früher herausgebrachten Dino von Pininfarina. Die von einem fünfzackigen Stern gebildeten Räder stammen vom Formel-1-Ferrari. Hauptmerkmal dieses Wagens ist jedoch die Anordnung der drei Sitze: sie sind nebeneinandergereiht, und der Fahrersitz befindet sich leicht vorgerückt in der Mitte. Damit feiert eine bereits zu früheren Zeiten versuchsweise verwirklichte Konstruktionsidee Renaissance.”

Entstanden sind nur zwei dieser besonderen Berlinettas. Fahrgestell 8815, silbern lackiert, gehörte Giovanni Agnelli, Fahrgestell 8971, das weissliche (“bianco garenia savid nitro”) Pariser Salon-Fahrzeug, wurde von Luigi Chinetti bestellt.

Technisch dienten ausgemusterte Renn-Chassis des Ferrari 365 P als Basis, was Rohrrahmen, einzeln aufgehängte Räder und ein 4390 cm3 grosser V12-Motor mit rund 360 bis 380 PS bei 7300 U/min bedeutete. Ermöglicht wurde diese rennmässige Leistung von sechs Weber-Vergasern, zwei obenliegenden Nockenwellen und je zwei Ventilen pro Zylinder. Auch die Trockensumpfschmierung weist auf die Rennvergangenheit des Motors, an den das Fünfganggetriebe gelockt ist, hin.

Mit dem Mittelmotor-Rennwagenchassis des 365 P aus dem Jahr 1965 waren natürlich die wichtigsten Parameter wie Radstand und Antriebslayout bereits definiert, der Pininfarina-Entwurf erinnert aber formlich kaum mehr an den Rennprototypen.
Vielmehr nahm Pininfarinas Zeichner Aldo Brovarone Anleihen bei früheren eigenen Arbeiten und gab einen Ausblick auf kommende Entwürfe. So erinnert die Silhouette deutlich an den 206 GT, der Heckabschluss zeigt auch bereits Elemente des 365 GT von 1968. Auch heute noch wirkt die Linienführung elegant und ausgewogen.

Als Konzeptfahrzeug wies der 365 P einige Elemente auf, die ausschliesslich bei diesem Entwurf zur Anwendung kamen, nämlich die Mittellenkung und das Glasdach. Drei Sitze in einer Reihe anzuordnen, dies war vor allem in den USA, aber teilweise auch in Europa im letzten Jahrhundert durchaus üblich, meist ermöglicht durch eine Sitzbank. Bei Sportwagen finden sich drei Sitze in Reihe nur selten, die Ausnahme bildet die Matra-Modelle Bagheera und Murena. Bei diesen war der Fahrersitz aber aussen. Ebenfalls mit zentralem Lenkrad wurde der McLaren F1 gebaut.

Wenige Leute dürften je Gelegenheit gehabt haben, einen der zwei 365 P Berlinetta Speciale Tre Posti zu fahren. Einer von ihnen war Bernd Wieland, der den Ritt im Prototyp als schweisstreibende Angelegenheit beschrieb, nicht zuletzt wegen den Kunstlederbezügen der Sitze und dem wohl nicht optimal isolierenden Glasdach. Zudem kritisiert er den weit hinten postierten Schalthebel. Der “Teufel auf Rädern” wird stark durch den rennmässigen Motor geprägt, der “röchelt, sprotzelt und diabolisch patscht”.

Agnelli soll seinen 365 P häufig und schnell gefahren haben, er hatte sich an seinem Wagen eine elektromechanische Kupplung installieren lassen und einen Heckspoiler aus Edelstahl, um mehr Abtrieb bei hohen Geschwindigkeiten zu erhalten. Ob er die 10’000 km überschritten hat, ist nicht bekannt, aber weder 8815 noch 8971 dürften der ideale Untersatz für den kleinen Wochenendeinkauf gewesen sein. So wurden sie wohl nur für besondere Gelegenheiten eingesetzt, wenn man mit den nicht ganz einfachen Eigenheiten des Rennmotors leben konnte.

Der von Gooding & Company an der Pebble Beach Versteigerung vom 16./17. August 2014 angebotene Wagen mit Fahrgestellnummer 8971 hat aktuell 7965 km auf dem Tacho und soll sich in sehr guten Zustand befinden. Eine Wertschätzung hat Gooding nicht veröffentlicht, Experten erwarten aber einen Zuschlagspreis in der Umgebung von 20 Millionen USD, was angesichts der Seltenheit und der Rolle in der gesamten Ferrari-Markengeschichte durchaus realistisch tönt.

Quelle: zwischengas.com




Autor: viper64
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