Ferrari 365 GTB/4 Daytona Serie I US-Version (1:18, KK-Scale)

  • Ferrari 365 GTB/4 Daytona Serie I US-Version (Ab 1969)
  •  
  • KK-Scale
  • 1:18
  • Standmodell / Unangetrieben
  • Metall / Druckguss
  • Rot
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  • Online Händler (Fast Modelcars )
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  • Neu und original verpackt
  • OVP/Karton ist vorhanden
  • Das Modell ist unverkäuflich
 

Heute fasse ich 2 Ferrari 365, verständlicherweise, in einer Beschreibung zusammen.

Den Ferrari 365 GTB/4 Daytona 1.Serie US-Version und die offene Version 1969 und den GTS/4 Daytona Spider 1.Serie US-Version 1969. Beide Modelle, aus der Fertigung von KK-SCALE, sind DieCast und in 1/18

In der nachfolgenden Beschreibung beschränke ich mich auf den GTB/4.

Ursprünglich für den amerikanischen Markt vorbestimmt, sollte der „Daytona“ einmal weltweiten Ruhm erlangen. Ironischerweise war es eine gefakte Spider-Variante, die in der 1980er-Jahre-Serie Miami Vice auftrat und der Modellreihe unerwarteten Glamour verschaffte.

Der Spider wurde 1969 auf der IAA in Frankfurt präsentiert. Nur 122 Exemplare wurden gebaut und nur sieben davon waren als Rechtslenker ausgelegt. Doch auch die Spider-Versionen halfen nicht beim Abverkauf inmitten der Ölkrise. Doch für die, die es sich leisten konnten, offerierte der Daytona Spider wahre italienische Performance – und Style

Obwohl der Daytona in der offenen Version die klare skulpturale Form des Coupés einbüßte, war er dank seiner großartigen Fahreigenschaften (ganz zu schweigen vom betörenden Sound) dennoch anerkannt. Nein, der über 350 PS starke 4,4-Liter-V12 mit vier Nockenwellen, der im Bug des Daytona Spider verpflanzt war, wurde nie in Frage gestellt.

Für den wahren Sportwagenenthusiasten gab es seinerzeit wenig Alternativen, die an den offenen Ferrari herankamen. Wie auch beim Coupé war das Herz und die Seele des Spiders der Zwölfzylinder, doch der Daytona war auch berühmt für sein Handling, seine Balance und sein Verlangen für eine kundige Hand, die ihn führte. Schwergängige Lenkung, Kupplung und Bremse, die dem Fahrer reichlich Muskelkraft kosteten, wenn es kurvig wurde. Aber das machte diesen Ferrari aus.

Der Spider ist wahrlich kein rückgratloser Boulevard-Cruiser. Der Daytona – ob nun Coupé oder Cabriolet – ist ein echter Macho, ein italienischer Hochleistungssportwagen, und er fordert von seinem Piloten reichlich Energie, um das Beste aus der Technik heraus zu kitzeln. Doch wer sich ins Zeug legt, wird von diesem 40 Jahre alten Ferrari mit jeder Menge Fahrspaß belohnt.

Das Nachfolgemodell des Ferrari 275 GTB/GTS wurde auf Anhieb zum Star. Das lag zuallererst an der berauschenden Optik, die ebenso kühl und klar wie aufregend und heißblütig ist. Der Eindruck wurde noch verstärkt, als kurz nach dem Debüt aufgrund von US-Zulassungsvorschriften die Frontscheinwerfer hinter der durchgehenden Plexiglasabdeckung gegen Klappscheinwerfer ausgetauscht werden mussten. Die so genannten Schlafaugen aber machten das Design noch cooler. Leonardo Fioravanti, zu dieser Zeit Chefkonstrukteur bei Pininfarina, hatte den Ferrari für die heraufdämmernden Siebziger entworfen. Gebaut wurde die Karosserie dann bei Scaglietti in Modena.

72.000 Mark kostete das Auto damals, Ende der sechziger Jahre. Damit war der Ferrari 365 GTB/4 viermal so teuer wie ein Porsche 911 – aber dafür eben auch deutlich schneller und um ein vielfaches exklusiver und begehrenswerter.

Die Tester der britischen Fachzeitschrift "Autocar" priesen den Wagen als "schnellstes Auto der Welt". Sie hatten die Fuhre aus Maranello mit 274 km/h gestoppt und ein Spurtvermögen aus dem Stand auf Tempo 100 von 5,4 Sekunden ermittelt; von 0 auf Tempo 240 vergingen lediglich 31,5 Sekunden. Das deutsche Magazin "Motor Revue" ermittelte auf einer italienischen Autobahn gar 282 km/h. Der Daytona galt als vorläufige Krone der automobilen Schöpfung – mit einer Motorleistung von 352 PS, einem maximalen Drehmoment von 431 Nm, sechs Weber-Doppelvergasern, Trockensumpfschmierung und belüfteten Scheibenbremsen. Die jedoch, so kritisieren auch heute noch Besitzer des Wagens, ziemlich unterdimensioniert waren für die enorme Kraft des Antriebs.

Ein Ärgernis war wohl auch damals schon der Verbrauch. Unter 20 Liter ist der Ausnahme-Ferrari praktisch nicht zu bewegen, 30 Liter bei zügiger Fahrweise sollen keine Seltenheit sein. Immerhin gibt es einen 100 Liter Tank, und zwar ist der im Heck positioniert – auch, um zusätzlich Gewicht und damit Abtrieb auf die Hinterachse zu bringen. Denn alleine der Motor im Bug wiegt rund 300 Kilo, das Auto insgesamt gut 1,6 Tonnen.

Bis zum Jahr 1974 wurden rund 1280 Exemplare des Ferrari 365 GTB/4 gebaut. Darunter waren zirka 120 offene Versionen. Auf der IAA in Frankfurt im Herbst 1969 nämlich wurde der Daytona Spider vorgestellt. Damit gab es erstmals ein Ferrari-Modell als Coupé und als Cabrio, das mit dem Kürzel GTS bezeichnet wurde. Auch der damalige Fußballstar Günter Netzer fuhr einen Daytona - in knallgelber Lackierung. Die "Auto Zeitung" hievte den Kicker samt seinem schnittigen Gefährt prompt auf die Titelseite.

Übrigens: Der Daytona in den ersten beiden Staffeln der US-Fernseh-Krimiserie Miami Vice war ein Replika. Die täuschen echt kopierte Karosserie saß auf einem Corvette-Chassis, der Motor leistete 250 PS. Angeblich aber protestierte Ferrari gegen das Fake-Fahrzeug, so dass der Wagen in einer Folge der zweiten Staffel gesprengt wurde – und die Ermittler fortan in einem echten Ferrari Testarossa durch Florida fegten.

Quellen: classic car driver und Der Spiegel

Autor: viper64


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