Der Ferrari F50 wurde zwischen 1995 und 1997 als limitierter Supersportwagen zum 50-jährigen Jubiläum von Ferrari gebaut und galt damals als „Formel-1-Auto mit Straßenzulassung“. Entwickelt als Nachfolger des legendären Ferrari F40, setzte der F50 konsequent auf ein kompromissloses Fahrerlebnis ohne elektronische Fahrhilfen wie ABS, Traktionskontrolle oder
Servolenkung. Herzstück des Fahrzeugs ist ein 4,7-Liter-V12-Saugmotor mit 520 PS, der direkt von Ferraris Formel-1-Technologie der frühen 1990er-Jahre inspiriert wurde. Die Kraft wird über ein manuelles 6-Gang-Getriebe an die Hinterräder übertragen und ermöglicht eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in rund 3,8 Sekunden sowie eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 325 km/h. Besonders innovativ war das Kohlefaser-Monocoque, bei dem der Motor als tragendes Element der Hinterradaufhängung dient – eine Technik aus dem Motorsport. Mit einem Trockengewicht von nur rund 1,23 Tonnen und der charakteristischen Targa-Dachkonstruktion bot der F50 ein extrem direktes und intensives Fahrgefühl. Insgesamt wurden lediglich 349 Exemplare produziert, wodurch das Modell heute zu den begehrtesten Ferrari-Klassikern zählt. Während der Neupreis damals bei etwa 380.000 Euro lag, erzielen gut erhaltene Fahrzeuge heute häufig Preise von über 3 Millionen Euro. Besonders selten sind die gelben Varianten, von denen nur 31 Stück gebaut wurden.
Der Ferrari F50 gilt als eines der letzten analogen Ferrari-Flaggschiffe und bietet ein extrem direktes Fahrerlebnis ohne elektronische Eingriffe. Als Nachfolger des Ferrari F40 konzipiert, vermittelt er ein besonders intensives und authentisches Rennwagengefühl.