Das Vorbild dieses Modells ist der BMW 507, ein zweisitziger Roadster der Serie I, gebaut ab 1956. Die erste Serie entstand von 1956 bis 1957; anschließend folgte die technisch und in einigen Details überarbeitete Serie II. Als sportlicher Vorgänger innerhalb der Marke gilt der BMW 328 aus den 1930er-Jahren, dessen Rennsporterfolge den Ruf von BMW als Hersteller sportlicher Fahrzeuge geprägt hatten. Der BMW 507 wurde auf Initiative des US-Importeurs Maximilian Edwin Hoffman entwickelt, der einen offenen Sportwagen zwischen europäischen und amerikanischen Märkten positionieren wollte. Die Karosserie zeichnete Albrecht Graf von Goertz; die technische Entwicklung stand unter Verantwortung von Fritz Fiedler. Typisch sind die lange Motorhaube, der kurze Heckbereich, die seitlichen Luftauslässe mit BMW-Emblem sowie die breite, zweigeteilte BMW-Niere. In seinem ersten Baujahr 1956 liefern unter anderem der Ungarnaufstand, die Suezkrise und der erste Eurovision Song Contest einen zeitlichen Rahmen, um Alter und Entstehungsphase des Fahrzeugs einzuordnen.
Der BMW 507 nutzte einen vorn längs eingebauten 3,2-Liter-V8-Motor mit Aluminium-Zylinderköpfen. Das Aggregat basierte konstruktiv auf dem Motor der BMW-Limousinen 501 und 502, erhielt für den Roadster jedoch zwei Vergaser und eine höhere Leistungsauslegung. Die Leistung lag bei rund 150 PS, die Kraftübertragung erfolgte über ein manuelles Vierganggetriebe an die Hinterräder. Je nach Übersetzung und Ausführung wurde eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 190 bis 220 km/h angegeben. Das Fahrwerk besaß vorn Doppelquerlenker mit Drehstabfedern, hinten eine Starrachse mit Drehstabfedern; gebremst wurde an allen vier Rädern mit Trommelbremsen. Die Karosserie bestand überwiegend aus Aluminium und saß auf einem separaten Rahmen. Diese Bauweise reduzierte zwar das Gewicht, erhöhte jedoch den Herstellungsaufwand. Insgesamt entstanden lediglich 252 Exemplare. Der Roadster wurde somit nicht zum geplanten Großserienmodell, ist aber wegen seiner kurzen Produktionszeit und seiner eigenständigen Konstruktion ein klar abgrenzbares Fahrzeug der BMW-Historie.
Das gezeigte Sammlerstück aus der Modelly-Sammlung von „Walter1“ ist ein Modellauto im 1:43-Maßstab, gefertigt von Minichamps. Die Miniatur ist auf einem schwarzen Präsentationssockel montiert und wurde auf Basis des Materials Diecast hergestellt. Die Karosserie zeigt einen offenen BMW 507 in Rot, kombiniert mit roten Stahlrädern, schwarzen Reifen und verchromt dargestellten Radnabenkappen. Sichtbar sind die verchromten Stoßfänger, die runden Hauptscheinwerfer, der BMW-Schriftzug beziehungsweise die Markenzeichen an Front, Seitenpartie und Heck sowie die seitlichen Luftauslässe. Besonders gut nachvollziehbar ist die Gliederung der Front: Die schmalen Nieren sitzen zwischen den Scheinwerfern, während die Stoßstange deutlich vor der Karosserie positioniert ist. Auf der Motorhaube erscheint ein verchromtes Zierelement, das die zentrale Haubenlinie aufnimmt. Die roten Flächen sind gleichmäßig ausgeführt; Chromteile setzen an Kühlergrill, Scheibenrahmen, Türgriffen und Stoßfängern klar abgegrenzte Kontraste.
Auch die Seiten- und Heckansichten dokumentieren die Gestaltung der Miniatur. Die Karosserie des BMW 507 besitzt fließende Kotflügelkonturen, eine niedrige Türlinie und einen kurzen hinteren Überhang. Die seitlichen Lufteinlässe sind als separate dunkle Einsätze mit silberner Umrandung gestaltet; darin befindet sich jeweils ein kleines BMW-Emblem. Der Innenraum ist in dunklem Rotbraun gehalten und wird durch ein helles Lenkrad sowie ein Armaturenbrett mit erkennbaren Instrumenten ergänzt. Hinter den Sitzen liegt eine beige Verdeckhülle, die das zusammengelegte Stoffverdeck nachbildet. Die Windschutzscheibe verfügt über einen silberfarbenen Rahmen und angedeutete Scheibenwischer. Von hinten sind das kleine BMW-Zeichen auf dem Kofferraumdeckel, der mittige Griff beziehungsweise Zierleiste, die Rückleuchten und die zweiteilige Stoßstange zu erkennen. Als Modellauto im 1:43-Maßstab von Minichamps zeigt dieses Exemplar die wesentlichen Proportionen des offenen Roadsters in kompakter Form. Die sichtbare Wirkung entsteht vor allem aus dem Zusammenspiel der roten Lackierung, der hellen Verdeckabdeckung, der dunklen Innenausstattung und den präzise abgesetzten Chromdetails.
Chriskitt
Sehr schön BMW 🤍💙❤️👍👍
Chriskitt
Sehr schön BMW 🤍💙❤️👍👍