Das hier gezeigte Modell basiert auf dem Rennsportaufbau des BMW 2800 CS, der zur Baureihe E9 gehört. Die Generation E9 wurde von 1968–1975 produziert und löste die Coupés der Neuen Klasse ab. Karosserieseitig war Karmann für die Fertigung verantwortlich, die stilistische Linie wird meist Chefdesigner Wilhelm Hofmeister zugeschrieben. Der BMW 2800 CS nutzte den Reihensechszylinder M30 mit 2.788 cm³, eine Entwicklung, die bei BMW unter anderem von Paul Rosche technisch betreut wurde. Serienmäßig leistete das Aggregat rund 170–180 PS, gekoppelt an ein 4‑Gang-Getriebe (optional 3‑Gang-Automatik). Das Fahrwerk kombinierte MacPherson-Federbeine vorn mit Schräglenkern hinten, an allen Rädern saßen Scheibenbremsen. Als Vorgänger gilt das BMW 2000 C/CS Coupé, das viele Gestaltungselemente vorwegnahm, jedoch leistungsmäßig unter dem späteren BMW 2800 CS lag. Die Rennversionen, wie sie vom Team Schnitzer vorbereitet wurden, setzten auf Gewichtseinsparung, Überrollkäfig, straffere Federn und Dämpfer sowie leistungsgesteigerte M30-Varianten, was die Basis für internationale Tourenwagen-Einsätze schuf.
Der Rennfahrzeug-Aufbau „Schnitzer“ des BMW 2800 CS ist eng mit der Mannschaft um Josef Schnitzer und Herbert Schnitzer verknüpft. In der Anfangsphase der Europameisterschaft für Tourenwagen startete man mit dem 2,8‑Liter-Coupé, bevor das 3,0‑Liter-Konzept folgte. Kennzeichnend für die Autos waren optimierte Vergaser- oder Einspritzanlagen, vergrößerte Kühlflächen, Differentialsperren sowie die Anpassung der Achsübersetzungen an Strecken wie Nürburgring, Spa-Francorchamps und Hockenheim. Fahrer wie Hans Heyer und Horst Herzog bewegten den BMW 2800 CS in der frühen ETCC-Phase regelmäßig auf Podiumsplätze, insbesondere bei Langstreckenläufen mit wechselnden Wetterbedingungen. Die Startnummer 49, wie auf dem Modell sichtbar, wurde periodisch von Schnitzer eingesetzt und ist auf historischen Fotos dieser Einsatzjahre dokumentiert. Der BMW 2800 CS diente den Teams als zuverlässige Plattform mit gutmütiger Balance und belastbarer Bremsanlage, was im dichten Tourenwagenfeld Vorteile brachte.
Während die späteren 3,0‑Liter-Versionen, insbesondere das 3.0 CSL, die großen Titel einfuhren, legte der BMW 2800 CS den Grundstein für diese Erfolge. In nationalen Meisterschaften und ausgewählten ETCC-Läufen gelangen Klassensiege und zahlreiche Top‑Fünf‑Ergebnisse. Technische Weiterentwicklungen, die am BMW 2800 CS erprobt wurden – etwa Leichtbaukomponenten und breitere Räder – wanderten unmittelbar in die nächste Evolutionsstufe. Bekannte Piloten, die in der Übergangszeit BMW-Coupés verschiedener Hubräume einsetzten, waren neben Hans Heyer auch Dieter Quester und Toine Hezemans, die später mit den 3.0‑Liter-Versionen internationale Langstreckenrennen wie Spa oder die ETCC für sich entschieden. Die Kontinuität zwischen den Fahrzeugen ist technisch klar: gleicher Grundaufbau der Karosseriestruktur, M30-Reihensechszylinder als Basis und die schrittweise Professionalisierung der Aerodynamik. Dadurch wurde der BMW 2800 CS rückblickend zu einem wichtigen Entwicklungsschritt im BMW-Tourenwagensport der frühen 1970er Jahre.
Das hier gezeigte Exponat aus der Sammlung des Modelly-Mitglieds „TrolleyJack“ ist ein Modellauto im Maßstab 1:43 des BMW 2800 CS, produziert von SPARK. Die Proportionen des E9‑Coupés sind korrekt eingefangen: die lange Motorhaube, die betonte C‑Säule mit Hofmeister-Knick und die kompakten Überhänge. Auffällig sind die separat angesetzten Zusatzscheinwerfer an der Front, die geätzten Scheibenwischer, die filigranen Außenspiegel und die dünne Antenne auf dem Dach. Hinter den Scheiben ist der Überrollkäfig erkennbar; die Türrahmen und Dichtungen sind fein bedruckt. Die Fünfspeichenfelgen entsprechen dem damaligen Renntrim, inklusive realistisch dimensionierter Reifen. Die Auspufföffnung und die Rückleuchten folgen dem Serienlayout des BMW 2800 CS. An den Rändern von Haube, Türen und Kotflügeln zeigt das Modell eine dezente Alterung, die den Einsatzcharakter eines Langstreckenwagens wiedergibt. Die Beleuchtungsanlage vorn mit abgedeckten Zusatzlampen und die vorne montierte kleine rote Spoilerlippe sind sauber umgesetzt. Dieses Modellauto im Maßstab 1:43 stammt von SPARK und richtet sich an Sammler, die eine präzise Wiedergabe historischer Tourenwagen bevorzugen.
Die Lackierung des Miniaturfahrzeugs entspricht einer periodenkorrekten Schnitzer-Gestaltung. Grundfarbe ist Silber, darüber verläuft eine rötlich‑orange Kontrastbahn, die sich von der Front über die Kotflügel entlang der Fensterlinie bis zum Heck zieht und auch den Haubenbereich betont. Die Startnummer 49 ist in Schwarz auf runden, hellen Trägerflächen an den Türen und auf der Haube platziert. Auf den Flanken stehen mehrere Sponsoren: gut lesbar sind Motul mit „Motul Team‑Schnitzer“, daneben Dunlop, BOSCH, MAHLE, FERODO und TRICO. Auf den Türen beziehungsweise hinter den Türen findet sich außerdem der Text „men’s line“ sowie der Schriftzug Rodolphe Deville, der auf Herrenmode verweist. Namen der Fahrer „Herzog“ und „Heyer“ sind oberhalb der Zierlinie angeschrieben und verweisen auf das damalige Teamduo Horst Herzog/Hans Heyer. Die Front trägt zwei abgedeckte Zusatzleuchten; die Stoßfängerpartie ist unten in Rot abgesetzt. Logos, Türgriffe, Tankstutzen und die Gurtdurchführung sind präzise bedruckt, die Spaltmaße sind stimmig und die Scheiben wirken klar. Insgesamt vermittelt die Miniatur eine authentische Darstellung des rennfertigen BMW 2800 CS, wie er in der frühen ETCC-Saison im Einsatz stand und von Schnitzer eingesetzt wurde. Sammler können an der Umsetzung viele feine Details erkennen, die dem Vorbild zugeordnet werden können und die Fotos von „TrolleyJack“ gut zeigen.
Chriskitt
Super schön Auto ! 💙🤍👍⚱
Chriskitt
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