Das hier gezeigte Fahrzeug aus der Sammlung des Modelly-Mitglieds „Play-X“ basiert auf dem Langstrecken-Prototypen Porsche 963. Dieses Modellauto im 1:18-Maßstab von Norev bildet die Linienführung und die Sponsorbeschriftungen der Rennversion des privaten Einsatzteams Hertz Team JOTA nach. Der Porsche 963 gehört zur LMDh-Hypercar-Generation und wird seit 2023–heute gebaut. Er folgte als Nachfolger auf den LMP1-Prototypen 919 Hybrid und nutzt die technischen Eckdaten des neuen, herstellerübergreifenden LMDh-Reglements. Das hier vorgestellte Miniaturmodell ist in Diecast-Bauweise gefertigt; die metallische Ausführung verleiht Karosserie und Unterboden die nötige Steifigkeit und ermöglicht scharfe Kanten an Splitter, Finne und Diffusor. Sichtbar sind auf den Fotos die typische „Shark-Fin“, die geschlossene Cockpitkanzel mit mittigem Lufteinlass sowie die niedrige Front mit horizontalen Lichtbändern – Merkmale, die den Porsche 963 eindeutig erkennen lassen.
Der Porsche 963 basiert auf einem LMP2-Derivat von Multimatic. Das Kohlefaser-Monocoque integriert die LMDh-Einheits-Hybridtechnik mit einem von Bosch entwickelten MGU an der Hinterachse, einem Xtrac-Siebengang-Getriebe und einer Hochvolt-Batterie von WAE (Williams Advanced Engineering). Als Verbrenner arbeitet ein 4,6‑Liter-V8-Biturbo, dessen Grundarchitektur aus dem 918 Spyder abgeleitet ist. Die Systemleistung liegt reglementbedingt in der Größenordnung von rund 500 kW (etwa 680 PS), die per BoP für jede Rennstrecke feinadjustiert wird. Das Mindestgewicht des Fahrzeugs liegt um 1030 kg, die Aerodynamik ist in Low- und High-Downforce-Spezifikation homologiert. Doppelquerlenkerachsen, Pushrod-Federung sowie Kohlefaser-Bremsen sichern die nötige Fahrpräzision und Verzögerung. Verantwortlich für die Projektsteuerung auf Herstellerseite zeichneten unter anderem Urs Kuratle sowie Florian Modlinger; auf Chassisseite brachte Multimatic-Entwicklungschef Larry Holt seine Erfahrung ein. Für viele Sammler ist interessant, dass das Miniaturmodell die sichtbaren Aerodynamikdetails – Frontsplitter, Radlaufentlüftungen und die Finne – konsequent wiedergibt, was auf den Bildern deutlich wird.
In den USA startete der Porsche 963 2023 in der neuen GTP-Klasse der IMSA. Nach einer Lernphase mit ersten Podestplätzen folgten Siege, unter anderem in Long Beach und auf weiteren Traditionskursen. Ein markanter Meilenstein war der Gesamtsieg bei den 24 Stunden von Daytona 2024 für Porsche Penske Motorsport. Zu den Fahrern, die den Porsche 963 in der IMSA pilotierten, zählen Felipe Nasr, Dane Cameron, Matt Campbell und Nick Tandy. Auch Langstreckenspezialisten wie Laurens Vanthoor und Frédéric Makowiecki kamen zum Einsatz. Diese Resultate unterstreichen, dass das Fahrzeug unter dem LMDh-Reglement schnell konkurrenzfähig wurde und über Standfestigkeit auf langen Distanzen verfügt. Das Modell in den Fotos greift die IMSA/WEC-typischen Markierungen wie das rote „HY“-Abzeichen auf, das die Hybridklasse signalisiert. Die saubere Umsetzung dieser Details hilft Sammlern, ihren Bestand thematisch korrekt zuzuordnen.
Parallel zur IMSA läuft der Porsche 963 in der FIA WEC. Dort feierte Porsche Penske ab 2023 mehrere Podien und 2024 Rennsiege. Ein wichtiges Kapitel sind die Kundeneinsätze: Hertz Team JOTA und Proton Competition betreiben den Porsche 963 mit eigenem Personal. Für JOTA fuhren unter anderem Will Stevens, Antonio Félix da Costa, Yifei Ye, Callum Ilott und weitere Profis. Diese Fahrzeuge treten in denselben Balance‑of‑Performance-Bedingungen an wie die Werkswagen und sind technisch identisch homologiert. Die auf den Bildern gezeigte JOTA-Variante mit der Startnummer 12 ist an der goldfarbenen Lackierung und den markanten Sponsoren klar erkennbar. Dadurch ist sie für Sammler leicht einer Saison zuzuordnen und ergänzt Serien von IMSA- oder WEC-Fahrzeugen um eine private, aber offiziell unterstützte Kundenmannschaft.
Dieses Modellauto im 1:18-Maßstab von Norev zeigt die goldene Hertz-Team-Gestaltung mit roten Akzenten an Frontlippe und Startnummernfeldern. Über den Seitenkästen sitzt das schwarze Finnenelement mit großem Singer-Schriftzug; auf den Endplatten des Heckflügels sind Palantir und BRADY platziert. Auf den Flanken stehen die Hauptsponsoren Hertz und Mobil 1, dazu an den vorderen Radhäusern das Paketdienstlogo DHL. Die Michelin-Bereifung trägt detaillierte „Pilot Sport“-Markierungen von Michelin samt farbigen Code-Ringen. Vorn sind die horizontalen LED-Lichtbänder und die Luftauslässe der Kotflügel sauber nachgebildet. Seitlich sitzt die kleine Antenne, und auf der Haube sind Kennzeichnungen wie Startnummer 12 und Nationalflaggen wiedergegeben. Die geöffnete Tür auf einem der Fotos erlaubt den Blick auf Schalensitz, Gurte, Feuerlöscher und Instrumententräger im Cockpit. Die stimmigen Proportionen, die gravierten Karosseriefugen und sauber gesetzte Tampondrucke vermitteln ein sachliches, geschlossenes Gesamtbild – Eigenschaften, die viele Sammler schätzen. Das Modell von Norev besteht aus Diecast-Metall; dadurch wirken Frontsplitter, Radnaben mit Zentralverschluss und die Rückspiegel stabil. Für die Vitrine besitzt die Miniatur eine präsente Länge von rund 28 bis 30 cm, was die Darstellung technischer Elemente im Innenraum erleichtert. Für Play‑X ist dieses Exemplar eine passende Ergänzung zu anderen Hypercar- und LMP1-Modellen, insbesondere zum Vorgänger 919 Hybrid. Wer seine Sammlung nach Lackierungsvarianten strukturiert, findet in der gold-roten JOTA-Ausführung eine klar identifizierbare Ergänzung zum Werksdesign.
Chriskitt
Ein echtes siegerauto 👍👍👍🏆⭐
Chriskitt
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