Das hier gezeigte Modell orientiert sich am Strosek 911 Mega 30 Speedster, einem Umbau auf Basis des Porsche 911 der Generation 964. Diese Baureihe wurde von 1989–1994 produziert und löste den 911 der 930-Generation ab. Technisch brachte der 964 wesentliche Neuerungen wie Schraubenfedern statt Torsionsstäben, ABS, Servolenkung und eine modernisierte Aerodynamik mit integrierten Stoßfängern. Im Serienzustand arbeitete im Heck der luftgekühlte 3,6‑Liter‑Sechszylinder M64 mit 184 kW/250 PS (Carrera 2/4), später ergänzten Turbo-Modelle mit 3,3 Litern und 235 kW/320 PS sowie der 3,6‑Liter‑Turbo mit 265 kW/360 PS das Programm. Auf dieser technischen Basis entwickelte Strosek Auto Design – ein in Bayern ansässiges Unternehmen, gegründet 1982 von Vittorio Strosek – die eigenständige Speedster-Interpretation. Der von Strosek verwendete Begriff Mega 30 verweist auf das 30‑jährige 911‑Jubiläum, zu dem ein Paket aus Karosserie, Rädern, Innenraumteilen und optionalem Motortuning angeboten wurde. Der Strosek 911 Mega 30 Speedster war stets ein Umbau in kleiner Stückzahl und wurde individuell nach Kundenwunsch konfiguriert.
Charakteristisch für den Strosek 911 Mega 30 Speedster ist die stark geglättete Karosserie. Eine niedrige Speedster-Scheibe oder alternativ ein passgenaues Hardtop, bündig eingelassene Leuchten und die sehr flachen Stoßfänger prägen das Bild. Seitliche Lufteinlässe vor den Hinterrädern versorgen Bremsen und Motorraum mit Kühlluft, die durchgezogene, rot getönte Heckleuchte betont die Breite. Typisch sind außerdem Fünfloch-Leichtmetallräder im Strosek-Stil mit deutlich poliertem Tiefbett. Unter der Hülle blieb es beim luftgekühlten Heckmotor der 964-Basis, wobei Strosek Auto Design je nach Ausgangsfahrzeug Leistungssteigerungen bis in den Bereich von etwa 300–360 PS anbot, etwa durch andere Abgasanlagen, veränderte Steuergeräte und strömungsgünstige Ansaugwege. Die Kraftübertragung erfolgte über das 5‑Gang‑Getriebe G50/964; bei Carrera‑4-Umbauten war Allradantrieb verfügbar. Fahrwerksseitig kamen häufig härtere Federn, geänderte Dämpfer und angepasste Stabilisatoren zum Einsatz, um die durch Karosserieumbau und Räder veränderte Geometrie zu berücksichtigen. Der Strosek 911 Mega 30 Speedster gehört damit zu den in den frühen 1990er-Jahren verbreiteten, aber seltenen Design-Umbauten deutscher Veredler auf 964-Basis.
Das hier zu sehende Modellauto im Maßstab 1:18 stammt von GT Spirit und befindet sich in der Sammlung des Modelly-Mitglieds „Play-X“. Es handelt sich um ein geschlossenes Resin-Modell; die Karosserie besteht aus Kunstharz (Resin) und besitzt keine zu öffnenden Teile, was eine saubere Wiedergabe der glatten Flächen des Vorbilds ermöglicht. Front und Heck zeigen die für Strosek typischen, flächenbündigen Stoßfänger sowie die schmale Lufteinlass-Öffnung vorn. Die Fotos dokumentieren die dezent gehaltene graue Lackierung ohne Metallic-Effekt, schwarze Dichtungen an Scheiben und Leuchten sowie einen goldfarbenen Porsche-Wappensticker auf der Fronthaube. Auffällig sind die weit ausgestellten hinteren Radhäuser, die seitlichen Einlässe und die tiefe Fahrzeuglage. Die durchgehende Heckleuchte, das schnörkellose Deckelgitter über dem Motor und die beidseitigen Endrohre sind korrekt nachgebildet. Die Fünfloch-Felgen mit poliertem Außenbett passen zum Erscheinungsbild der Umbauten der frühen 1990er-Jahre; eine konkrete Felgenmarke lässt sich aus den Bildern nicht zweifelsfrei ableiten. Im Innenraum – durch die Seitenfenster erkennbar – finden sich dunkel gehaltene Sitze, ein klassisches 911‑Armaturenbrett und ein Dreispeichenlenkrad. Das Kennzeichen mit „STROSEK“-Schriftzug und die schlicht ausgeführten Türgriffe greifen markante Details des Vorbildes auf. Dieses Modellauto im Maßstab 1:18 von GT Spirit ist damit eine sachliche Ergänzung für Sammler, die Umbauten der 964‑Ära dokumentieren möchten.
Der 964 als technische Basis des Strosek 911 Mega 30 Speedster war ein wichtiger Schritt in der Evolutionslinie des 911. Mit dem M64‑Motor (Bohrung/Hub 100 x 76,4 mm, Trockensumpfschmierung, Doppelzündung ab 1991) und einem Leergewicht je nach Variante von rund 1350–1500 kg erreichten die Serien-Carreras 0–100 km/h in etwa 5,7–6,0 s; die Turbo-Versionen lagen darunter. Scheibenbremsen mit Vierkolbensätteln an allen Rädern und eine verbesserte Aerodynamik (cw ca. 0,32) gehörten zur Grundausstattung. Diese solide technische Basis erlaubte Veredlern wie Strosek Auto Design eigenständige Karosserie- und Leistungskonzepte, ohne die Alltagstauglichkeit des Grundwagens auszublenden. Umbauten wie der Strosek 911 Mega 30 Speedster wurden nur auf Bestellung gefertigt; belastbare Produktionszahlen sind niedrig und variieren je nach Quelle. Für Sammler interessant ist die klare Wiedererkennbarkeit der Strosek-Formensprache: glatte Flächen, bündige Leuchten, breite Spur, dezente Linienführung. Das vorliegende Resin-Modell gibt diese Merkmale präzise wieder, etwa die homogene Front mit schmalem Luftschlitz, die flächige Heckpartie und das Hardtop mit kleinen Seitenfenstern. Die neutrale graue Lackierung wirkt maßstäblich und lässt Konturen und Fugen sauber erscheinen. Für die Präsentation in einer Vitrine ist das geringe Teile- und Fugenbild vorteilhaft, weil Reflexe und Linien der Karosserie klar zur Geltung kommen. Wer die Evolution der 911‑Tuner der frühen 1990er dokumentiert, findet in diesem in 1:18 gefertigten Resin-Modell von GT Spirit eine stimmige Replik, die die Spezifika des seltenen Vorbilds nachvollziehbar macht.
Chriskitt
Sehr schöne sportwagen 👍👍😎😎
Chriskitt
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