Das hier gezeigte Modell stammt aus der Sammlung des Modelly-Mitglieds „Phat-T“ und bildet die Chevrolet Corvette C7.R im Maßstab 1:18 nach. Produzent ist AUTOart, ein Hersteller, der seine „Composite“-Bauweise mit großem Kunststoffanteil verwendet. Dadurch ist die Karosserie dieses Modells überwiegend aus Kunststoff gefertigt, was präzise Oberflächen und feine Spaltmaße ermöglicht. Die reale Basis ist die Chevrolet Corvette C7.R, der werksseitige GT-Rennwagen von Corvette Racing auf Grundlage der siebten Corvette-Generation C7, Bauzeit der Generation 2014–2019. Das Design orientiert sich an der Rennversion mit breiteren Kotflügeln, tiefen Splittern und dem hohen Heckflügel. Auf den Fotos ist eine schwarze, nahezu sponsorlose Ausführung zu sehen, die die Linienführung klar zeigt. Das Modellauto im Maßstab 1:18 von AUTOart ist damit ein interessantes Stück für Sammler, die die Technik und Formensprache der Chevrolet Corvette C7.R ohne Rennlackierung studieren möchten.
Die Chevrolet Corvette C7.R wurde von Corvette Racing und dem Technikpartner Pratt & Miller aufgebaut. Sie löste die C6.R ab und basiert strukturell auf dem Aluminium-Spaceframe der Serien-Corvette C7. Der Rahmen wird im Werk Bowling Green gefertigt und im Rennfahrzeug mit Sicherheitszelle, Crashstrukturen und einer leichten Karosserie aus Kohlefaser ergänzt. Angetrieben wird die Chevrolet Corvette C7.R in der GTE/GTLM-Ausführung durch einen 5,5‑Liter-V8-Saugmotor aus der Small-Block-Familie mit Benzindirekteinspritzung. Je nach BoP-Reglement liegt die Leistung im Bereich von etwa 360–370 kW, übertragen über ein sequenzielles 6‑Gang-Transaxle-Getriebe (pneumatisch geschaltet) auf die Hinterräder. Die Gewichtsgrenze in der Klasse liegt je nach Reglement um 1245 kg, die Aerodynamik folgt dem GTE-Regelwerk mit großem verstellbarem Heckflügel, Diffusor, Frontsplitter, Canards und Entlüftungsöffnungen über den Vorderrädern. An der Entwicklung des Serienpendants waren maßgeblich Tadge Juechter als Chefingenieur der Corvette beteiligt; die Rennableitung stand organisatorisch unter der Federführung des langjährigen Corvette‑Racing‑Programmmanagers Doug Fehan und der technischen Leitung von Ben Johnson bei Pratt & Miller. Die Chevrolet Corvette C7.R erhielt gegenüber der Vorgängerin größere Steifigkeit, bessere Kühlführung und ein verfeinertes Gewichtsmanagement, wodurch das Auto auf Langstreckenrennen robuster wurde. Zu den markanten Merkmalen zählen die großformatigen Kühlluftauslässe auf der Motorhaube und die seitlichen Diffusor-Elemente unter den Türen, die auch am Modell deutlich ausgeprägt sind.
Ihren ersten Wettbewerbseinsatz hatte die Chevrolet Corvette C7.R 2014 bei den 24 Stunden von Daytona und später im selben Jahr bei den 24 Stunden von Le Mans. Bereits kurz nach der Einführung stellten sich Erfolge ein: 2015 gewann Corvette Racing mit der Chevrolet Corvette C7.R die GTE‑Pro‑Klasse in Le Mans. Am Steuer saßen unter anderem Oliver Gavin, Tommy Milner und Jordan Taylor, die den Klassensieg in einem spannenden Langstreckenklassiker nach Hause brachten. Die Kombination aus stabilem Aluminiumrahmen, effizienter Aerodynamik und standfestem V8 erwies sich als Vorteil auf der Hunaudières und in den schnellen Kurvenpassagen. In der nordamerikanischen Langstreckenszene punktete die Chevrolet Corvette C7.R im gleichen Zeitraum bei den „North American Endurance Cup“-Läufen, darunter Siege und Podien in Daytona und Sebring, häufig auch in strategisch geprägten Rennen mit Safety‑Car‑Phasen und variierenden Tankfenstern. Die Fahrercrew wechselte je nach Event, bei den großen 24h- und 12h-Rennen wurden zusätzlich Gastfahrer wie Marcel Fässler eingesetzt, die Erfahrung aus der LMP1-Klasse beisteuerten.
In der IMSA‑WeatherTech SportsCar Championship war die Chevrolet Corvette C7.R mehrere Jahre ein konstanter Titelkandidat. 2016 holten Oliver Gavin und Tommy Milner in der GTLM‑Fahrerwertung den Gesamtsieg; dazu kamen Team- und Herstellertitel. 2017 folgte ein weiterer Fahrertitel für Antonio Garcia und Jan Magnussen, ebenfalls auf der Chevrolet Corvette C7.R. Der Rennwagen profitierte von einer ausgewogenen Fahrzeugbalance und der schnellen Servicearbeit der Pratt-&-Miller‑Mannschaft in den Boxenstopps. Bekannt ist das Team auch für effiziente Reifenstrategie, meist in Zusammenarbeit mit MICHELIN als Reifenausrüster. Die Chevrolet Corvette C7.R blieb bis zum Wechsel auf die Mittelmotor‑Generation C8.R ein wichtiger Baustein in der Markenpräsenz von Chevrolet im internationalen GT‑Sport und knüpfte an die Historie der Vorgängerin C6.R an, ohne die technische Architektur grundlegend zu verändern. Die Liste der Piloten, die dieses Fahrzeug bewegten, reicht von Ryan Briscoe über Jordan Taylor bis zu den Langzeitwerkspiloten Jan Magnussen und Antonio Garcia, die in Sprint- und Langstreckenrennen gleichermaßen einsetzbar waren.
Das in den Bildern gezeigte Exemplar ist ein Modellauto im Maßstab 1:18 von AUTOart und gehört zur Sammlung von „Phat‑T“. Die Ausführung mit schwarzer Lackierung zeigt die Form der Chevrolet Corvette C7.R ohne auffällige Rennbemalung. Die Oberfläche ist glatt und gleichmäßig, die Sicken an Haube und Kotflügeln sind sauber nachgezogen. Das Dach trägt Antennen- und Sensorattrappen, wie sie bei Datenerfassung und Funk im Einsatzfahrzeug vorhanden sind. Die Front weist einen tief heruntergezogenen Splitter und seitliche Luftleitelemente auf; aus der Haube ragt die angedeutete Entlüftungsöffnung. An der Seite fallen die breiten Schweller mit Diffusoransätzen sowie die markanten seitlichen Öffnungen ins Auge. Die Zentralverschlussräder sind korrekt nachgebildet, dahinter sind gelochte Bremsscheiben sichtbar. Auf den Slicks sind die Reifenschriftzüge von MICHELIN aufgedruckt. Hinten steht der große Flügel mit auffälligen Endplatten in Schwarz und goldfarbenen Endkappen, unter denen der Diffusor erkennbar ist. Das Scheibenband trägt die „Corvette“‑Schrift, seitlich ist ein kleines Z06‑Badge eingesetzt, was auf den Technikverwandten in der Serienproduktion verweist. Die Verglasung ist dunkel, im Innenraum sind Überrollkäfig, Schalensitz und Netzstrukturen zu erkennen. Nach Angaben des Herstellers nutzt AUTOart bei dieser Baureihe eine Kunststoffkarosserie („Composite“) auf Metallboden, was die feine Detaillierung der Paneelübergänge und der kleinen Anbauteile erleichtert. Auch die Abschleppöse vorn sowie die Tanköffnung hinten links sind am Modell umgesetzt. Für Sammler ist festzuhalten: Dieses Modell ist ein 1:18‑Modell von AUTOart, überwiegend aus Kunststoff gefertigt, das die Linien und aerodynamischen Besonderheiten der Chevrolet Corvette C7.R präzise darstellt und damit eine sachliche Ergänzung der Sammlung von „Phat‑T“ bildet.