Porsche 908/2 Flunder von 1969 im historischen Kontext
Das Vorbild dieses Sammlermodells ist der Porsche 908/2, ein offener Rennsportwagen der ersten Generation, die von 1969 bis 1971 gebaut wurde. Die als „Flunder“ bekannte Kurzheck-Version entstand für die europäische Berg- und Sportwagen-Meisterschaft sowie für kurvenreiche Langstreckenrennen. Sie folgte auf den Porsche 910 und ergänzte den geschlossenen Porsche 908 Coupé. Der Porsche 908/2 besaß einen leichten Gitterrohrrahmen, eine Karosserie aus glasfaserverstärktem Kunststoff und ein auf geringes Gewicht ausgelegtes offenes Cockpit. Seine niedrige Front, die weit ausgeschnittenen Kotflügel und die freistehenden Heckpartien waren auf geringe Stirnfläche und guten Luftstrom abgestimmt. Die technische Entwicklung bei Porsche stand in dieser Zeit unter der Leitung von Ferdinand Piëch; der luftgekühlte Achtzylinder wurde maßgeblich von Hans Mezger konstruiert.
Dieses Modellauto in der Sammlung von Play-X ist eines von aktuell 38.394 eingetragenen Modellen auf Modelly!
Angetrieben wurde der Porsche 908/2 von einem luftgekühlten 3,0-Liter-Boxermotor mit acht Zylindern, vier obenliegenden Nockenwellen und mechanischer Benzineinspritzung. Die Leistung lag je nach Entwicklungsstand bei rund 350 PS und wurde über ein manuelles Fünfganggetriebe an die Hinterräder übertragen. Bei einem Fahrzeuggewicht von ungefähr 600 Kilogramm ergab sich ein für diese Klasse niedriges Leistungsgewicht. Unabhängige Radaufhängungen, innenliegende Scheibenbremsen und breite Rennreifen gehörten zum technischen Konzept. Die offene Bauform erleichterte den Zugang zum Fahrerplatz und sparte gegenüber dem Coupé Gewicht. Für schnelle Strecken standen Varianten mit längerer Karosserie und stärkerer Aerodynamik zur Verfügung; die kurze, flache Ausführung war insbesondere bei Bergrennen und auf engen Straßenkursen geeignet.
Motorsporterfolge und bekannte Fahrer des Porsche 908/2
Im Motorsport etablierte sich der Porsche 908/2 ab 1969 als Einsatzfahrzeug für Werksteam und Kundenteams. Besonders im European Hill Climb Championship spielte das Modell eine wichtige Rolle. Gerhard Mitter gewann 1969 mit einem 908/2 die Europäische Bergmeisterschaft, nachdem Porsche zuvor in dieser Disziplin bereits mit kleineren Achtzylinder-Rennwagen erfolgreich gewesen war. Die Kombination aus niedrigem Gewicht, Motorleistung und der kompakten offenen Karosserie passte zu den Anforderungen von Bergstrecken mit vielen Richtungswechseln und kurzen Beschleunigungsphasen.
Langstreckenrennen, Targa Florio und Rennfahrereinsätze
Auch bei Sportwagenrennen wurde der Porsche 908/2 eingesetzt. Beim Targa-Florio-Sieg 1969 fuhren Gerhard Mitter und Udo Schütz einen 908/2 zum Gesamterfolg. Weitere Fahrer, die Porsche-908-Rennwagen in dieser Epoche bewegten, waren Jo Siffert, Brian Redman, Hans Herrmann und Rolf Stommelen. Je nach Rennen kamen unterschiedliche Karosserie-, Motor- und Heckflügelkonfigurationen zum Einsatz. Die Resultate des offenen 908/2 und der verwandten 908-Ausführungen trugen dazu bei, Porsche in der Dreiliter-Prototypenklasse zu positionieren, bevor der Porsche 917 die Spitzenrolle bei vielen internationalen Langstreckenrennen übernahm. Der 908 blieb dennoch ein verwendbares Fahrzeug für private Teams und Spezialveranstaltungen.
AUTOart Signature Modellauto in 1:18 aus der Sammlung Play-X
Das abgebildete Modellauto aus der Sammlung des Modelly-Mitglieds „Play-X“ ist ein Modellauto im Maßstab 1:18, hergestellt von AUTOart Signature. Die Miniatur ist auf Basis des Materials Diecast gefertigt und zeigt einen offenen Porsche 908/2 in weißer und roter Rennlackierung. Auf der Front steht deutlich „ÖSTERREICH“ in schwarzen Buchstaben; die Startnummer 1 befindet sich auf dem weißen Mittelteil der Karosserie und auf den Seitentüren. Sichtbar sind außerdem schwarze Scheinwerfereinsätze mit mehreren einzeln dargestellten Leuchten, ein schwarzer Frontlufteinlass, weiße seitliche Luftleitflächen sowie ein schwarzer Überrollbügel hinter dem Cockpit. Die Seitenansicht zeigt die Beschriftung „PORSCHE“, die Logos von Shell, Bosch, Dunlop und Bilstein sowie eine kleine britische Flagge. Schwarze Räder mit Zentralverschlussoptik, die rote Heckpartie und der weiße Heckflügel ergänzen die Form des Vorbilds. Die klar abgegrenzten roten Flächen über Kotflügeln, Seitenschwellern und Heck stehen im Kontrast zum weißen Grundton und machen die Karosserielinien nachvollziehbar. Es handelt sich um eine limitierte Edition. Für Sammler ist dies ein Modellauto im Maßstab 1:18, hergestellt von AUTOart Signature, mit sichtbar ausgeführtem Cockpit, separaten Anbauteilen und motorsportbezogenen Dekoren.