Das Vorbild dieses Modells ist der Ford GT40 Mk II, eine Evolutionsstufe des Langstrecken-Sportwagens, mit dem Ford Mitte der 1960er Jahre die großen 24‑Stunden‑Rennen dominierte. Die Generation MK II entstand aus dem Bedürfnis, die Standfestigkeit und Leistung gegenüber dem Mk I zu erhöhen. Gebaut wurde sie in den Jahren 1966–1967. Entwickelt wurde das Konzept des Ford GT40 Mk II im Verbund aus dem britischen Ford Advanced Vehicles Team und den US‑Teams von Shelby American. Zentrale technische und organisatorische Beiträge kamen von Roy Lunn, John Wyer und Eric Broadley; an der amerikanischen Weiterentwicklung und Renneinsätzen waren maßgeblich Carroll Shelby und Test‑ und Rennfahrer Ken Miles beteiligt. Der Ford GT40 Mk II setzte auf einen 7,0‑Liter Ford FE 427 V8 mit zentraler Nockenwelle, Trockensumpfschmierung und Vierfachvergaseranlage. Die Leistung lag je nach Ausbaustufe zwischen etwa 485 und 500 PS, übertragen über ein verstärktes T‑44 Viergang‑Transaxle von Kar‑Kraft. Das Chassis war ein Stahl‑Monocoque, die Karosserie aus glasfaserverstärktem Kunststoff, rundum Scheibenbremsen und großdimensionierte Kühlsysteme sorgten für Standfestigkeit auf der Langstrecke. Markant beim Ford GT40 Mk II waren die breiteren Ansaugschnorchel und zusätzliche Kühllufteinlässe an Front und Heck, die auch in den Fotos des Modells angedeutet sind. Der direkte Vorgänger war der Mk I; konzeptionell wiederum stand der Lola Mk6 GT Pate.
Berühmt wurde der Ford GT40 Mk II durch den Dreifachsieg bei den 24 Stunden von Le Mans 1966, als die Fahrzeuge von Ford vor Ferrari ins Ziel kamen. Der Ford GT40 Mk II war ebenfalls bei den 24 Stunden von Daytona und Sebring erfolgreich und bewies, dass die Kombination aus großvolumigem US‑V8 und europäischer Aerodynamik auf der Langstrecke funktionieren konnte. Das Fahrzeug erreichte je nach Übersetzung knapp über 320 km/h Spitze, wog rennfertig circa 1.200 kg und trug in Le Mans große, klar verglaste Scheinwerferabdeckungen sowie Schnellverschlüsse an Front- und Heckhaube. Um den zeitlichen Kontext zu verdeutlichen: 1966 gewann England die Fußball‑Weltmeisterschaft, die Fernsehserie Star Trek startete in den USA, und mit Luna 9 sowie Surveyor 1 gelangen erste weiche Mondlandungen. Diese Beispiele helfen, die Epoche zu verorten, in der der Ford GT40 Mk II entstand. Auf technischer Ebene waren beim Ford GT40 Mk II die Treibstofftanks über die Seitenschweller verteilt, das Fahrwerk nutzte vorn und hinten Doppelquerlenker mit justierbaren Dämpfern, und Magnesium‑Rennfelgen mit Zentralverschluss ermöglichten schnelle Boxenstopps. Die Aerodynamik wurde durch flache Hauben, NACA‑Ducts und strömungsgünstige Heckabschlüsse geprägt.
Die hier gezeigte Miniatur stammt aus der Sammlung des Modelly‑Mitglieds „Phat‑T“. Es handelt sich um ein Modellauto im 1:18-Maßstab von Exoto Racing Legends. Die Karosserie ist aus Diecast‑Metall gefertigt, was sich durch die saubere Spaltmaße und das satte Oberflächenbild bemerkbar macht. Das Modell bildet den Ford GT40 Mk II in einer komplett schwarzen Lackierung ohne Startnummern ab. Sichtbar sind die vernietet dargestellten Fensterrahmen, die Einlassöffnungen auf der Fronthaube und die markanten Schnellverschlüsse, die beim Original ein schnelles Öffnen für Servicezwecke ermöglichten. Auf dem hinteren Deck zeigen zwei nach oben ragende Ansaugrohre die für den Ford GT40 Mk II typischen Modifikationen der Peripherie – ein Detail, das in den Fotos deutlich erkennbar ist. Die Scheinwerferabdeckungen sind klar ausgeführt, an der Front sind kleine Zusatzleuchten eingesetzt. Die Bereifung trägt gut lesbare „Goodyear“-Schriftzüge; die klassischen Zentralverschlussspinner sind nachgebildet. Die Proportionen – sehr niedrige Dachlinie, weit nach vorn gezogene Cockpitkanzel und die auslaufenden Kotflügel – entsprechen dem Auftritt des Ford GT40 Mk II. Im Innenraum lassen sich durch die Seitenscheiben Sicherheitsgurte, ein filigranes Lenkrad und die Armaturentafel erahnen. Auch die Nachbildung der Nietreihen entlang der Scheibeneinfassungen ist auf den Fotos sichtbar und unterstreicht die renntechnische Anmutung. Dieses Modellauto im 1:18-Maßstab von Exoto Racing Legends passt damit gut in thematische Sammlungen rund um Le‑Mans‑Prototypen der 1960er Jahre.
Die Lackierung des Modells ist in Tiefschwarz ausgeführt, ohne Zierstreifen oder Startnummern. Dadurch tritt die Form des Ford GT40 Mk II deutlich hervor: Die runden vorderen Kotflügelkämme, die flach abfallende Front mit integrierten NACA‑Einlässen und die leicht hochgezogene Heckpartie mit dem Luftauslass über dem Motorraum. Kleine, silbern dargestellte Haubenscharniere, Schlösser und Tankeinfüllstutzen setzen sachliche Akzente. Auf den Rädern sitzt ein mehrspeichiges Felgendesign mit Zentralmutter, das dem technischen Stil der Zeit entspricht; die Reifenflanken zeigen eine dezente Wulst, passend zum Langstrecken‑Setup des Ford GT40 Mk II. Für Sammler ist relevant, dass dieses Exemplar ein Diecast‑Modell ist und daher ein gewisses Eigengewicht besitzt. Viele sichtbare Anbauteile wie die Scheinwerferabdeckungen, die kleinen Verriegelungsstifte und die Auspufföffnungen sind fein nachgezeichnet, was die Anmutung des rennfertigen Ford GT40 Mk II unterstützt. Hersteller ist Exoto Racing Legends, und die Miniatur ist als Modellauto im 1:18-Maßstab ausgeführt – beides Informationen, die bei der Einordnung innerhalb von Sammlungen hilfreich sind. Technisch interessierte Sammler finden in der realen Vorlage des Ford GT40 Mk II Daten wie 4‑Kolben‑Scheibenbremsen, 15‑Zoll‑Räder, rund 160 Liter Kraftstoffkapazität und eine für Ausdauer ausgelegte Übersetzung. Die nüchterne, schwarze Farbgebung des Modells in der Kollektion von „Phat‑T“ lenkt den Blick auf diese Konstruktionsmerkmale und macht es zu einem gut dokumentierten Vertreter dieser Rennsport‑Epoche.