Chevrolet Corvette C3 L88(1:18, Carousel1)

  • Chevrolet Corvette C3 L88 (Ab 1968)
  • Carousel1
  • 1:18
  • Standmodell / Unangetrieben
  • Metall / Druckguss
  • Rot
  • 4606
  • Keine Angaben
  • Keine Angaben
  • Das Modell ist unverkäuflich
 
Modellauto Chevrolet Corvette C3 L88 von Carousel1 1:18 2

Vorbild und Einordnung in die Corvette-Historie

Die Fotos zeigen ein Modell, das sich klar am Langstrecken-Auftritt der Chevrolet Corvette C3 L88 orientiert. Das Vorbild gehört zur dritten Generation (C3) der Corvette, gebaut von 1968 bis 1982. Gegenüber dem Vorgänger C2 („Sting Ray“) erhielt die Chevrolet Corvette C3 L88 eine Karosserie, die stark vom Showcar „Mako Shark II“ abgeleitet war. Das Styling verantworteten unter anderem Larry Shinoda und Bill Mitchell, während bei der Produktentwicklung und auf der Rennstrecke der „Corvette-Papst“ Zora Arkus‑Duntov eine zentrale Rolle spielte. Als L88 bezeichnete Chevrolet ein werksseitiges Hochleistungs-Paket mit großvolumigem 427‑cui‑V8 (7,0 l), das für den Kundensport gedacht war. Das hier gezeigte Exponat ist ein Modellauto im Maßstab 1:18 von Carousel1; die Lackierung und Startnummer deuten auf die Einsätze eines Schweizer Privatrennstalls hin, der die Chevrolet Corvette C3 L88 in Langstreckenrennen Europas an den Start brachte.

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Technische Daten und Besonderheiten des L88-Pakets

Die Chevrolet Corvette C3 L88 war als straßenzugelassenes Basismodell bestellbar, zielte jedoch klar auf den Rennbetrieb. Der 427‑cui‑Big‑Block war von Werk aus mit fester Verdichtung für hochoktanigen Kraftstoff ausgelegt. Offiziell deklarierte Chevrolet rund 430 SAE‑hp, doch zeitgenössische Prüfstandsläufe belegen je nach Setup Leistungen von über 500 bis deutlich 550 PS. Dazu kamen eine M22‑Viergang-Schaltbox („Rock Crusher“), ein verstärktes Kühlsystem, schwere Querblattfeder, Positraction-Hinterachse und eine Zwangsbelüftung der Haube. Komfortausstattung wie Heizung oder Radio entfiel, um Gewicht und elektrische Last zu sparen. Die C3-Karosseriestruktur nutzte weiterhin den Zentralrahmen des C2, erhielt jedoch verbreiterte Kotflügel, eine lange, tief liegende Motorhaube und die ab 1968 typische Kammhecklinie. Rennversionen der Chevrolet Corvette C3 L88 trugen häufig Sidepipes, zusätzliche Haubenverschlüsse, Schnellbetankungsstutzen und GFK-Anbauteile, wie sie auch am hier gezeigten Modell in Ansätzen wiederzuerkennen sind.

Modellauto Chevrolet Corvette C3 L88 von Carousel1 1:18 4

Renneinsätze in Nordamerika

Die Chevrolet Corvette C3 L88 wurde in den späten 1960ern und frühen 1970ern intensiv im US‑Kundensport eingesetzt. Besonders sichtbar waren die SCCA‑A‑Production‑Läufe, in denen Teams wie Owens‑Corning dominierte. Fahrer wie Tony DeLorenzo, Jerry Thompson und später John Greenwood prägten die Szene mit standfesten L88‑Triebwerken, großen Bremsen und angepasster Aerodynamik. In den Endurance‑Klassikern von Daytona und Sebring liefen L88‑Corvettes regelmäßig mit und verbuchten Klassen- und Gruppenresultate, wenn die Technik hielt. Die Fahrbarkeit profitierte von der bulligen Drehmomententfaltung und der robusten M22‑Schaltung, während Reifenverschleiß und Bremsentemperatur Management erforderten. Auch im IMSA‑Umfeld erwies sich die Chevrolet Corvette C3 L88 als konkurrenzfähig, wenngleich die Reglements in den folgenden Jahren zunehmend Spezialprototypen begünstigten.

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Europäische Langstrecke und Le-Mans-Auftritte

In Europa tauchte die Chevrolet Corvette C3 L88 vor allem bei Langstreckenrennen auf. Privatmannschaften setzten das Auto regelmäßig bei 12‑ und 24‑Stunden‑Rennen ein. Die Scuderia Filipinetti gilt als einer der bekannten europäischen Betreiber und brachte eine rot‑weiße Corvette mit Startnummer 3 an den Start, wie es auch das Modell in den Bildern aufgreift. Am Steuer solcher Wagen saßen u. a. Henri Greder, Marie‑Claude Beaumont, Sylvain Garant oder Guy Chasseuil. Ergebnisse reichten – abhängig von Wetter, Technik und Reglement – von langen Stints mit respektabler Distanz bis hin zu Ausfällen durch Antriebs- oder Bremsprobleme. Die auffälligen Kontrastflächen an den Scheinwerfern wurden im Nachtbetrieb zur Erkennbarkeit genutzt, was bei Langstreckeneinsätzen gängige Praxis war. Insgesamt trug die Chevrolet Corvette C3 L88 mit ihrer hohen Endgeschwindigkeit und Stabilität auf Geraden regelmäßig zu starken Topspeed‑Werten bei, während Boxenstrategie und Bauteilhaltbarkeit über das Klassenergebnis entschieden.

Das 1:18‑Modell von Carousel1 in Phat‑T’s Sammlung

Das hier gezeigte Stück aus der Sammlung des Modelly‑Mitglieds „Phat‑T“ ist ein Modellauto im Maßstab 1:18 von Carousel1 in klassischer Diecast‑Bauweise. Die Bilder zeigen eine rote Grundlackierung mit sauber abgesetzten weißen Doppelstreifen über Haube, Dach und Heck sowie weißen Startnummernkreisen mit der 3. Die orangenen Abdeckfelder an den Klappscheinwerfern, die seitlichen Sidepipes, die verrippten Entlüftungsschlitze hinter dem Vorderrad und der rechts auf dem Heck angebrachte Schnellverschluss für den Tank sind korrekt wiedergegeben. Auf den Türen steht „SCUDERIA FILIPINETTI“, dazu sind Sponsorenaufkleber platziert: sichtbar sind u. a. Shell, FERODO, TRICO, Champion und SEV Marchal. Felgen mit tiefem Bett und schwarz veredelten Sternen, breite Reifen sowie eine leicht geöffnete Motorhaube lassen die technische Ausrichtung erkennen. Die Proportionen treffen die Form der Chevrolet Corvette C3 L88 gut; Details wie Haubenverschlüsse, Fensterrahmen und die umlaufenden Chromleisten sind passgenau eingesetzt. Für Sammler ist interessant, dass die Außenspiegel, die Haubenwölbung und die Kotflügelverbreiterungen die eigenständige Optik der Renn‑C3 transportieren. Das Modell besteht aus Zinkdruckguss (Diecast) und bringt dadurch ein spürbares Gewicht mit. Hinweise auf den Einsatzort findest du auch an den Boxengrafiken im Hintergrund, was die Zuordnung zum Langstreckenprogramm erleichtert. Wer diese Variante in die Vitrine stellt, erhält eine stimmige Miniatur des Vorbilds, die sowohl durch die markante Farbtrennung als auch durch die gut platzierten Team‑ und Zuliefererlogos einen authentischen Eindruck der Chevrolet Corvette C3 L88 vermittelt.

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