Die Miniatur aus der Sammlung des Modelly-Mitglieds „Andy“ basiert auf dem Mazda RX-7 FD3S, der dritten Generation der RX-7-Baureihe. Diese Generation wurde von 1992 bis 2002 gebaut und folgte auf den kantiger gezeichneten FC3S, der von 1985 bis 1992 produziert worden war. Der Mazda RX-7 FD3S war als zweisitziges Sportcoupé mit Frontmittelmotor-Konzept ausgelegt: Der kompakte Kreiskolbenmotor sitzt hinter der Vorderachse, was zur ausgeglichenen Gewichtsverteilung beiträgt. Für das Karosseriedesign wird Yoichi Sato genannt; die technische Entwicklung der RX-7-Familie und insbesondere die Weiterentwicklung des Wankelmotor-Konzepts sind eng mit dem Mazda-Ingenieur Kenichi Yamamoto verbunden. Der FD3S besitzt die flache Front, die geschwungene Dachlinie und die hinteren Leuchten unter einer dunklen Abdeckung, welche auch an diesem Modell im Maßstab erkennbar sind. Der Produktionsbeginn 1992 hilft bei der zeitlichen Einordnung: In diesem Jahr wurde der Vertrag von Maastricht unterzeichnet, die Olympischen Sommerspiele fanden in Barcelona statt, und Dr. Dre veröffentlichte „The Chronic“. Diese Ereignisse dienen als Beispiele, um Alter und zeitlichen Kontext des Fahrzeugs einzuordnen.
Im Mazda RX-7 FD3S arbeitet der 13B-REW, ein wassergekühlter Zweischeiben-Wankelmotor mit 1.308 cm³ Kammervolumen. Mazda kombinierte ihn mit einem sequenziellen Twin-Turbo-System: Bei niedrigen Drehzahlen unterstützt zunächst ein Turbolader, bei höherer Drehzahl wird der zweite Lader zugeschaltet. Je nach Baujahr und Markt lagen die Leistungsangaben ungefähr zwischen 255 und 280 PS; die in Japan über lange Zeit angegebene Obergrenze von 280 PS entsprach zudem einer freiwilligen Vereinbarung der heimischen Hersteller. Der Motor überträgt seine Kraft über ein Fünfgang-Schaltgetriebe oder in bestimmten Ausführungen über eine Viergang-Automatik an die Hinterräder. Doppelquerlenker an Vorder- und Hinterachse, vier Scheibenbremsen sowie die kompakte Motorbauweise gehörten zu den technischen Merkmalen. Der Mazda RX-7 FD3S war serienmäßig wesentlich schmaler und zurückhaltender als die gezeigte Ausführung. Die Miniatur stellt daher kein serienmäßiges Coupé dar, sondern eine Auslegung mit verbreitertem Karosseriepaket, tieferer Fahrzeuglage, großem Heckflügel und deutlich vergrößerter Rad-/Reifen-Kombination.
Das gezeigte Fahrzeug ist mit einem klar erkennbaren Rocket Bunny-Widebody-Kit gestaltet. Rocket Bunny ist eine von Kei Miura entwickelte Marke des japanischen Unternehmens TRA Kyoto, das 1996 in Kyoto gegründet wurde. Außerhalb Japans wird das Programm häufig auch unter dem Namen Pandem vermarktet; das gelbe Pandem-Emblem ist an der C-Säule sichtbar. Kennzeichnend für den Umbau sind die separat angesetzten, verschraubt dargestellten Kotflügelverbreiterungen, die breiten Seitenschweller, der Frontsplitter, die Luftauslässe in der Motorhaube und der große Heckflügel. Am Heck sind außerdem ein schwarzer Diffusorbereich, seitliche Abschlussplatten mit HASHIMOTO corporation-Beschriftung sowie eine sichtbar ausgeführte Auspuffanlage vorhanden. Die Felgen haben ein goldfarbenes Mehrspeichen-Netzdesign, polierte Tiefbetten und sehr breit dargestellte Reifen; eine konkrete Felgenmarke oder ein bestimmtes Felgenmodell lässt sich anhand der Fotos nicht belastbar zuordnen.
Dieses Sammlerstück ist ein Modellauto im Maßstab 1:18, hergestellt von Ignition Models. Es handelt sich um eine limitierte Edition und die Miniatur ist auf Grundlage des Materials Resin gefertigt. Resin-Modelle besitzen üblicherweise eine geschlossene Karosseriestruktur; auf den Bildern stehen deshalb die Oberflächen, Anbauteile und die fest dargestellte Fahrzeughaltung im Mittelpunkt. Dieses Modellauto im Maßstab 1:18, hergestellt von Ignition Models, trägt einen dunkelroten Metallic-Lack mit klaren Lichtreflexen auf Haube, Dach, Kotflügeln und Heck. Der Farbton wird mit goldenen Schriftzügen kombiniert: Seitlich stehen Rocket Bunny und weitere kleine Dekore, auf dem Heckflügel erscheint ebenfalls Rocket Bunny. Dazu kommen gelbe Aufkleber an den hinteren Seitenscheiben, eine stilisierte Hasen-Grafik im Frontbereich und die Zahlendarstellung „6666“ am vorderen Kotflügel. Schwarze Kontraste an Frontlippe, Diffusor, Leuchtenband und Radläufen gliedern die rote Karosserie. Die Schönheit des Modells entsteht auf den Fotos vor allem durch das Verhältnis zwischen der flachen FD3S-Grundform, den weit herausstehenden Verbreiterungen, den goldfarbenen Rädern und dem dunkel strukturierten Displaysockel mit roter Naht. Sichtbar sind zudem Innenraumdetails wie Sportsitze mit BRIDE-Markierung, Sicherheitsgurt-Dekore und ein Lenkrad auf der rechten Fahrzeugseite, passend zur japanischen Ausrichtung des dargestellten Mazda RX-7 FD3S.