Lockheed F-104G Starfighter (1:200, Herpa Wings)

  • Lockheed F-104G Starfighter (Ab 1956)
  • Herpa Wings
  • 1:200
  • Standmodell / Unangetrieben
  • Metall / Druckguss
  • Sonstige
  • Neu und original verpackt
  • OVP/Karton ist vorhanden
  • Das Modell ist unverkäuflich
 
Modell Lockheed F-104G Starfighter von Herpa Wings 1:200 2

Der Starfighter prägte die Geschichte der deutschen Luftwaffe nachhaltig.

Das Waffensystem „Starfighter“ wurde entwickelt, um als Abfang- und Verfolgungsjäger eingesetzt zu werden. Diese Rolle konnte es auch hervorragend erfüllen. Es war regelrecht ein Raketenflugzeug, welches sehr schnell beschleunigen, sehr schnell aufsteigen und große Höhen erreichen konnte (bis über 31.000 Meter). Das Waffensystem sollte nur im Rahmen großer Geschwindigkeiten eingesetzt werden, um nach Erfüllung der Aufgabe sogleich wieder zu landen. Insofern sollte es gerade kein Mehrzweckkampfjet sein. Der Starfighter war doppelt so schnell und halb so groß wie die bisherigen Waffensysteme der US-Luftwaffe.

Die US-Luftwaffe war davon ausgegangen, dass das Kriegsbild des zweiten Weltkriegs fortbestehen würde, wonach große gegnerische Bomberverbände in großen Höhen angriffen werden. Zur Verteidigung dieser Angriffssituation wurde die Entwicklung des Starfighters in Auftrag gegeben.

In den späten 50er Jahren gab es aber dieses Kriegsbild nicht mehr und die US-Luftwaffe konnte den Starfighter nicht wirklich gebrauchen.

Allerdings brauchte die deutsche Luftwaffe zur gleichen Zeit (1957/1958) neue Jets, die alte Muster ersetzen sollten. Man beabsichtigte ca. 5 alte Muster durch ein allwetterfähiges Mehrzweck-Kampfflugzeug zu ersetzen. Dieses sollte doppelte Schallgeschwindigkeit erreichen und für Atomwaffeneinsätze geeignet sein.

Ein solches Flugzeug gab es am Markt aber gerade nicht. Allerdings war der Starfighter, der von der US-Luftwaffe nicht so, wie erwartet, abgerufen wurde, verfügbar und zu einem günstigen Preis zu haben. Außerdem war der Starfighter bei der US-Air Force bereits im Einsatz, sodass die deutsche Luftwaffe ihn testen konnte.

Schließlich entschied sich die deutsche Luftwaffe, den Starfighter bei Lookheed zu ordern. Die konkrete Spezifikation des für die deutsche Luftwaffe vorgesehenen Waffensystems blieb aber unklar. Im Grunde kaufte die deutsche Luftwaffe die „Katze im Sack“, denn sie ging davon aus, dass man den Starfighter nachträglich mit benötigten Zusatzfunktionen ausrüsten könne. Diese Annahme sollte sich als Irrglaube erweisen. Die deutsche Version des Starfighters („G“-Modell) gab es zum Zeitpunkt der Bestellung 1958 durch die deutsche Luftwaffe mithin noch nicht. Diese sollte aber als Lizenzbau in Europa gefertigt werden.

Nach Auslieferung der ersten Maschinen an die deutsche Luftwaffe, wurde der Starfighter für diese regelrecht zum Desaster. Zahlreiche Maschinen stürzten ab, was dem Starfighter die Bezeichnung „Witwenmacher“ einbrachte. Immer wieder traten technische Schwierigkeiten auf. Ein Triebwerksausfall bedeutete den unvermeidlichen Absturz.

Der Starfighter wurde zu Beginn von der deutschen Luftwaffe nicht vollständig verstanden und in einem Wirkungsfeld eingesetzt, für welches dieser nicht entwickelt wurde. Durch die Stummelflügel, durch welche hohe Geschwindigkeiten möglich wurden, war er anspruchsvoll zu fliegen und seine Grenzen mussten beachtet werden. Der Starfighter verzieh keine Fehler. Die Aufgaben, die ihm die deutsche Luftwaffe zuwies, waren mit dem Starfighter schlicht nicht in Einklang zu bringen. Die deutsche Luftwaffe machte aus einem Raketenflugzeug einen tieffliegenden Jagdbomber, der durch ungeplante nachträgliche Zusatzausstattung (Bsp. Zusatztanks, Kameras zur Aufklärung) störanfällig wurde. Hierdurch war der Starfighter auch kein wendiges Flugzeug.

Von 912 gekauften Starfightern der Luftwaffe, mussten im Zeitraum von 1960 bis 1991 292 als Totalverlust abgeschrieben werden und 116 Piloten verloren ihr Leben. Erst ab den 70er Jahren hatte man den Starfighter verstanden und konnte ihn beherrschen. 1991 wurde er bei der Luftwaffe ausgemustert und von den Waffensystemen F4 Phantom II und Tornado ersetzt.




Autor: C209
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