Sauber C9 (1:18, Exoto)


  • Sauber C9
  •  
  • Exoto
  • 1:18
  • Standmodell / Unangetrieben
  • Blau (Glänzend)
  • Nicht limitiert / Unbegrenzte Auflage
  •  
  • Tadelloser Zustand / Neuwertig
  • OVP/Karton ist vorhanden
  • Das Modell ist unverkäuflich
Besuche unseren Modelly.shop
 
Die Strecke
Der Kurs von Spa Francorchamps liegt eingebettet in den belgischen Ardennen zwischen den Städten Stavelot, Spa und Malmedy. Der Start Ziel Bereich befindet sich in der Nähe der Ortschaft Francorchamps, was der Rennstrecke ihren Beinamen einbringt.
Als die Strecke 1921 eröffnet wird, ist sie noch 14,863 km lang und besteht noch weitgehend aus öffentlichen Landstrassen.
Ursprünglich ist geplant, die Strecke mit einem Autorennen einzuweihen. Dieses muss jedoch abgesagt werden, da nur ein Teilnehmer erscheint. Stattdessen wird der Kurs mit einem Motorradrennen eröffnet.
1922 findet schließlich das erste Autorennen statt und seit 1925 wird dort mit einigen Unterbrechungen der Große Preis von Belgien ausgetragen. Die 24 Stunden von Spa Francorchamps feiern 1924, nur ein Jahr nach der ersten Ausgabe der 24 Stunden von Le Mans, Premiere und werden vom Königlichen Automobil Club Belgien veranstaltet.
Von 1966 bis 1973 und von 1982 bis 1988 ist das Rennen Bestandteil der Tourenwagen-EM. Zudem wird das Rennen 1953 und 1981 im Rahmen der Sportwagen WM ausgetragen.
Ab 2001 werden die Spa 24 Stunden in den Rennkalender der FIA-GT aufgenommen. Seit diesem Zeitpunkt sind nur noch GT-Fahrzeuge zum Rennen zugelassen. Nach dem Ende der FIA GT Serie wird das Rennen seit 2011 im Rahmen der Blancpain Endurance Series ausgetragen. Im heurigen Jahr konnten Maxi Bukh, Maxi Götz und Bernd Schneider im Mercedes SLS AMG GT3 das Rennen gewinnen.

Auch wenn die Strecke im Laufe der Zeit immer wieder modernisiert wird (u.a. wird die Strecke 1979 auf gut die Hälfte gekürzt), zählt sie heute zu den letzten Naturrennstrecken der Welt. Wetterkapriolen, Höhendifferenzen von insgesamt etwa 100 Metern, schnelle Kurven mit hohen Fliehkräften und Passagen wie Eau Rouge, Rivage oder Blanchimot machen die Strecke weltberühmt.
Doch leider erlangt der Kurs auch durch spektakuläre Unfälle und Tragödien traurige Berühmtheit. Unvergessen ist beispielsweise1998, als es beim Start des F1 Rennens zu einer beispiellosen Kollision kommt, in die gleich dreizehn Autos verwickelt sind. Zwar kommen alle Beteiligten mit dem Schrecken davon, das Rennen muss allerdings für eine Stunde unterbrochen werden.
Ein Jahr später versucht der kanadische F1 Rennfahrer Jacques Villeneuve mit seinem BAR Honda die Eau Rouge mit Vollgas zu durchfahren und crasht dabei schwer. Wie durch ein Wunder steigt Villeneuve unverletzt aus dem völlig zerstörten Fahrzeug.
Aber nicht immer geht es so glimpflich ab. Das deutsche Rennsporttalent Stefan Bellof verunglückt bei den 1000km von Spa 1985 in der Eau Rouge tödlich.

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Das Fahrzeug
Als der Sauber C9 beim vierten Lauf der Sportwagen WM 1987 in Silverstone debütierte, standen die Vorzeichen gut. Mit dem bärenstarken Mercedes V8 im Nacken konnten Mike Thackwell und Henri Pescarolo den von Leo Ress entworfenen Boliden auf Anhieb für die erste Startreihe qualifizieren und damit einen ersten kleinen Sieg gegen die etablierte Konkurrenz in Form von Jaguar und Porsche erringen.
Auch wenn der Sauber am Sonntag mit Getriebeproblemen in der 108. Runde liegen blieb, verließ man Silverstone guter Dinge. Der Neue war schnell und wenn man erst die Kinderkrankheiten beseitigt hätte, würde man der Konkurrenz um die Ohren fahren.
Doch die ganze Saison verlief wie das erste Rennen. So regelmäßig, wie die C9 am Samstag unter die ersten Drei kamen, so regelmäßig rollte die Schweizer Flotte im Rennen vor dem Fallen der karierten Flagge aus. Als Achillesferse des C9 entpuppte sich dabei das Hewland Fünfganggetriebe, das der brachialen Power des Motors einfach nicht gewachsen war.
Zudem kristallisierte sich ein weiteres, noch viel größeres Problem heraus: Die Michelin Reifen harmonierten nicht mit dem Auto. Und das sorgte teilweise für extrem gefährliche Situationen.
Wie in Le Mans 1988, wo Klaus Niedzwiedz im Training am Ende der Mulsanne bei über 300 km/h ein Reifen explodierte. Gottlob konnte der Pilot den Wagen abfangen und so Gröberes verhindern, doch als Konsequenz zog Sauber beide C9 aus den Meldelisten zurück.
Als Michelin den C9 beim nächsten Rennen in Dijon zum ersten Mal filmte, stellten sie erschreckt fest, dass die Reifenflanken dem überdurchschnittlich hohen Anpressdruck des Boliden nicht standhielten und bei hoher Geschwindigkeit bis auf die Felgen zusammengedrückt wurden.
In langwierigen Testreihen, die Jochen Mass fuhr, wurde der C9 dann so verändert, dass Reifen und Auto besser harmonierten. Zwar musste Sauber dadurch Einbußen am Abtrieb hinnehmen, aber dafür hatte man mit dieser Maßnahme die Reifenproblematik einigermaßen in den Griff bekommen.
Auch das Getriebe war mittlerweile haltbar, Zahnräder von Mercedes sorgten nun für das nötige Durchhaltevermögen.

Für die Sportwagen WM 1989 war man somit gut gerüstet: Der als M119 bezeichneten 5,0l V8-Biturbo hatte über den Winter deutlich an Effizienz gewonnen und leistete nun - zumindest kurzfristig - bis zu 925 PS.
Zudem war Mercedes Benz, die die Jahre zuvor lediglich als Motorenpartner agiert hatten, nun offiziell mit an Bord. Die Autos hießen nun Sauber Mercedes C9 und auf der Fronthaube prangte unübersehbar der Stern. Als Hommage an die legendären Silberpfeile waren die Autos statt in dunkelblau nun in silber lackiert - eine einsame Entscheidung des damaligen Mercedes Vorstandsvorsitzenden Werner Niefer.

Und tatsächlich legte der C9 in dieser Saison einen Durchmarsch hin, den man nur selten gesehen hatte: Sieben Siege in acht Rennen bedeuteten für Jean Louis Schlesser die Weltmeisterschaft.
Den größten Sieg erzielte der C9 aber zweifelsohne am 11. Juni 1989 bei den 24 Stunden von in Le Mans. Nach den Pleiten, Pech und Pannen der letzten Jahre ging den Schweizern endlich alles auf. Während die Fahrerpaarung Jabouille/Schlesser/Cudini am Samstag die Poleposition holte, fuhr man im Rennen mit Mass/Reuter/Dickens und Baldi/Brancatelli/Acheson einen furiosen Doppelsieg ein. Die Fachpresse feierte frenetisch, man sprach von der Rückkehr der Silberpfeile.

Im Frühjahr 1990 bestritt der C9 in Suzuka sein letzten Rennen, welches er standesgemäß mit einem Doppelsieg beendete.
Seine Nachfolger, genannt C11 und C291, waren zwar auch extrem erfolgreich, ein Sieg in Le Mans blieb ihnen aber stets verwehrt.
Somit ist der C9 der einzige Sauber, der je aus dem berühmtesten und prestigeträchtigsten Langstreckenrennen der Welt als Sieger hervorgegangen ist -wohl auch deshalb gehört er heute zu den bekanntesten Relikten der Gruppe C.

Doch wer genauer hinsieht, erkennt, dass nicht es nicht nur daran liegt: Sei es die neue Silberpfeil Ära, die beim C9 ihren Anfang fand, die großen Namen, die hinter dem Lenkrad Platz nahmen oder einfach der brachiale Auftritt des Rennsauriers mit dem bollerndem V8 Triebwerk - der Sauber C9 ist eben in vielerlei Hinsicht legendär.

Autor: 1979psh

*Alle Angaben sind unverbindlich und ohne Gewähr

640 Besucher seit 11.07.2012

Passende aktuelle Angebote von unseren Partnern